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Ausbau Ost-West-Achse: Innenstadt

Längere Züge auf der Linie 1 für mehr Fahrgäste – das wird mit dem Ausbau der Stadtbahn-Haltestellen auf der Ost-West-Achse zwischen Bensberg und Weiden West möglich. Zwischen der Deutzer Brücke und der Universitätsstraße entsteht dafür eine neue unterirdische Strecke, durch den künftig die Linien 1 und 7 fahren werden. Für die Linie 9 prüfen wir auf Beschluss des Rates, ob sie weiterhin oberirdisch geführt werden kann. 

Ziel ist es, die Kapazität der Linie 1 zu erhöhen und die Innenstadt entlang der Ost-West-Achse gleichzeitig attraktiver und übersichtlicher zu gestalten.


Entscheidung für den Tunnel-Ausbau

Der Rat der Stadt Köln hat 2019 beschlossen, dass die Verwaltung für die Innenstadt zwei Ausbauvarianten – eine oberirdische Stadtbahnführung und eine Tunnellösung – gleichberechtigt vorplanen soll. Nach Abschluss dieser Vorplanungen hat der Stadtrat am 3. April 2025 entschieden: Die Stadtbahnen der Linie 1 und 7 sollen zwischen Heumarkt und Moltkestraße zukünftig in einem Tunnel fahren. 

Beschluss

Gleichzeitig hat der Rat verschiedene Prüfaufträge beschlossen: Zum Beispiel soll geprüft werden, ob die Linie 9 weiterhin oberirdisch fahren kann. Zudem sollen möglichst Vorkehrungen getroffen werden, damit der geplante Tunnel später verlängert werden kann: in Richtung Deutz unter dem Rhein hindurch und in Richtung Westen bis hinter die Universitätsstraße. Diese Änderungen werden in der Planung umgesetzt, sofern die Prüfung ergeben hat, dass sie technisch und fördertechnisch machbar sind.

 Ergänzender Beschluss

Der Rat der Stadt Köln hat im April 2025 zudem entschieden, dass neue Metrolinien Köln besser mit dem Umland verbinden sollen. In dem Antrag „Weiterentwicklung der Ost-West-Linien“ sind außerdem einige Rahmenbedingungen und Optimierungsvorschläge definiert, die bei der Bearbeitung der oben genannten Prüfaufträge für die Ost-West-Achse berücksichtigt werden.

Beschluss “Metrolinien” Beschluss “Ost-West-Linien”

Die geplanten Veränderungen

Die Planungen umfassen den Ausbau des Tunnels sowie der unterirdischen Haltestellen Heumarkt, Neumarkt, Rudolfplatz und Moltkestraße in der Kölner Innenstadt. Parallel werden Pläne für die Gestaltung der Oberfläche erstellt. Denn: Mit dem Ausbau der Ost-West-Achse können wir die Straßen und Plätze entlang der Ost-West-Achse übersichtlicher und attraktiver gestalten. Fuß-, Rad-und Kfz-Verkehr werden neu organisiert und Tempo 30 eingeführt. Der Durchgangsverkehr wird reduziert, während Zufahrts- und Liefermöglichkeiten für Anwohnende und Geschäfte bleiben.

Wir zeigen Ihnen Visualisierungen mit Gestaltungsideen (Stand 2023) zum geplanten Ausbau der Stadtbahn in der Kölner Innenstadt. Bitte beachten Sie: Einige Darstellungen wurden entfernt, da es aufgrund der neuen Prüfaufträge zu deutlichen Änderungen kommen kann.

Visualisierungen

Städtebauliche Impulse

Der Ausbau der Ost-West-Achse ist eine große Chance für die Kölner Innenstadt. Wird einmal an der Ost-West-Achse gebaut, können wir die Straßen, Wege und Plätze entlang der Stadtbahn übersichtlicher und schöner gestalten. Und zwar so, dass sich die Menschen sicher in Bahn und Bus, auf dem Fahrrad, zu Fuß oder im Auto fortbewegen. 

Das beschreibt auch unser städtebaulicher Masterplan. Dieser dient als Kompass und grundsätzliche Handlungsempfehlung für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt.

Insbesondere für die Platzflächen des Neumarkt und Heumarkt sollen Planungsverfahren durchgeführt werden. Ziel ist es, ein bestmögliches Nutzungs- und Gestaltungskonzept zu erarbeiten.


Werden archäologische Funde erwartet?

Die Kölner Stadtgeschichte reicht mehr als 2000 Jahre weit zurück. Insbesondere in der Innenstadt haben unsere Vorfahren sichtbare und prägende Spuren hinterlassen. Da die Ost-West-Achse in der Innenstadt durch die römische und mittelalterliche Stadt Köln verläuft, werden bauvorbereitend und baubegleitend archäologische Grabungen stattfinden.

Das Römisch-Germanische Museum ist seit Beginn der Planungen in das Projekt eingebunden. Die Planungen sehen Zeitfenster für archäologische Ausgrabungen vor. Dank rund 100 Jahren Erfahrung in der Bodendenkmalpflege lässt sich die mögliche Lage von archäologischen Funden heute genau vorhersagen.